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Weltmeisterschaften 2009 in Baar / Schweiz |
1 x Gold 3 x Silber und
2 x Bronze für
die Turner des TSB bei
der Rhönrad-WM in Baar
Besser hätten die Weltmeisterschaften
der Rhönradturner im
schweizerischen Baar für
die deutschen Starter nicht beginnen können.
Im Mehrkampf belegten sie
die ersten fünf Plätze.
Robert Maaser (Strausberg)
holte bei seinem Debüt im Seniorenbereich
auf Anhieb die Goldmedaille
vor Constantin Malchin (SV Rugenbergen)
sowie Christoph Clausen
und Tim Seidel vom TSB Flensburg.
Robert Maaser war im Mehrkampf
der überlegene Turner und sicherte
sich mit insgesamt 28,55
Punkten die Goldmedaille.
Die beiden Flensburger Christoph
Clausen und Tim Seidel durften mit
ihren Leistungen ebenfalls
zufrieden sein. Clausen verpasste bei
seinem insgesamt vierten
WM-Start eine bessere Platzierung durch
einen Fehler im Geradeturnen,
erreichte aber auch dank seines
hervorragenden Sprunges
(9,55 Punkte) mit insgesamt 26,05 Punkten den
Bronze-Rang.
Zu Vize-Weltmeister Constantin
Malchin (27,15) fehlten in der
Endabrechnung 1,15 Punkte,
und der Vorspung auf seinen
Vereinskameraden Tim Seidel
betrug 0,45 Punkte.
Seidel hatte seinen stärksten
Auftritt im Geradeturnen mit 9,10 Punkten.
Mit der Bronzemedaille hatten
die Flensburger bereits am ersten
Wettkampftag ihr selbst
gestecktes Ziel (ein Mal Edelmetall) erreicht
und am Freitag Nachmittag
sogar schon übertroffen, denn Jannik Stühr
holte im Jugend-Mehrkampf
ebenfalls Bronze.
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Team Männer und Frauen
mit Bundestrainerin Ines Meurer
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TSB WM-Teilnehmer Tim Seidel,
Jannik Stühr, Christoph Clausen
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Seidel erreichte im Mehrkampf
im Spiraleturnen und im Geradeturnen jeweils
die dritthöchste Wertung
und verpasste damit die Finalteilnahme nur knapp.
Christoph Clausen liegt
im Sprung hinter Robert Maaser, dem wohl nur ein
dicker Patzer den Titelgewinn
vermiesen kann, auf dem zweiten Rang.
Und Jannik Stühr steht
nach seinem tollen Mehrkampf in allen drei Einzel-Finals.
Das Flensburger Trio hat
damit schon nach den ersten zwei Tagen alle Erwartungen übertroffen.
Nach Bronze im Mehrkampf
holte Jannik Stühr bei den Junioren in den Einzelfinals noch zwei
Mal Silber. Der Jubel bei der kleinen Anhängerschar aus Flensburg
war
riesengroß. Eine mögliche
vierte im Geradeturnen verpasste er als Vierter
um 0,30 Punkte hinter seinem
deutschen Mannschaftskollegen
Max Brinkmann.
Dafür durfte Stühr
nach seinem überraschenden dritten Platz im Mehrkampf
noch zwei Mal jubeln. Im
Sprung holte er mit 8,30 Punkten Silber hinter
Max Brinkmann (9,15) und
teilte im Spirale-Turnen die Silbermedaille
(8,35 Punkte) ebenfalls
mit Max Brinkmann.
Hier holte sich Markus Büttner
(8,70) die Goldmedaille.
Damit rundete Stühr
das Ergebnis aus Flensburger Sicht ab. |
Nach zwei Silber- und zwei
Bronzemedaillen für die Turner des
TSB Flensburg gab es noch
die heiß ersehnte Goldmedaille.
Am späten Freitag Abend
triumphierte Christoph Clausen mit der
deutschen Mannschaft. Der
Vorsprung vor den Niederlanden und
Japan war groß.
Clausen trat gemeinsam mit
Robert Maaser (Strausberg),
Constantin Malchin (Leverkusen),
Simon Knapp (Rugenbergen),
Julia Pohling (Taunusstein)
und Jenny Hoffmann (Strausberg) an.
Für das Mannschafts-Finale
in Baar hatten sich die drei erfolgreichsten
Teams nach den Einzelwettbewerben
qualifiziert. |
Jannik Stühr Spirale
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Christoph Clausen Sprung
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Auch Christoph Clausen schnappte
sich nach seiner Bronzemedaille
im Mehrkampf der Männer
in den Einzelfinals ein weiteres Edelmetall.
Im Sprung sicherte er sich
mit 18,15 Punkten ebenfalls Silber.
Nur Robert Maaser war besser
als der Flensburger. Der vierfache
Junioren-Weltmeister von
2007 brachte es auf 18,40 Punkte.
Christoph Clausen brachte
damit einen kompletten Medaillensatz
mit nach Hause. |
Bei so viel Glanz wollte
auch die Stadt gratulieren. Stadtpräsident Christian Dewanger lud
die WM-Starter Christoph Clausen, Jannik Stühr und Tim Seidel nach
ihrer WM-Rückkehr am Dienstag Abend mit ihrem Trainer ins Rathaus.
Vor knapp 100 Gästen und Gratulanten bescheinigte Dewanger dem Trio
einen Riesenerfolg,
"den es angemessen zu feiern
gilt". Und so trugen sich die vier TSBer in das Goldene Buch der Stadt
ein.
Der Stadtpräsident wollte
vor allem eines von den WM-Teilnehmern erklärt haben: Was versteht
man unter der Disziplin Sprung?
"Man kann ja viel mit dem
Rhönrad anfangen, aber unter Sprung kann ich mir nichts vorstellen."
Das WM-Video im Saal gab
Aufschluss: Das Rad wird mit Schwung angeschoben. Der Turner läuft
im Steigerungslauf hinter dem Rad her und lässt sich mit Hilfe eines
kräftigen Absprungs auf das Rad ziehen. Aus der Grätsch-, Hock-
oder Standposition oben auf dem Rad vollführt er dann einen Sprung
(Hock-, Grätschsprung, Überschlag oder Salto) auf einen Mattenberg.
Sprung ist die Paradedisziplin
von Mannschaftsweltmeister Christoph Clausen. Der 22-jährige Student
der Wirtschaftsinformatik scheiterte im Sprung nur ganz knapp am zweiten
Gold. Aber das gibt ihm neue Motivation. "Ich werde versuchen, das nächste
Mal noch etwas besser zu sein." Trotzdem: Die vierte WM-Teilnahme war für
den Mehrkampf-Dritten die bislang erfolgreichste.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Erst recht, wenn der Gegner aus dem selben Verein stammt. Tim Seidel lag
als Mehrkampf-Vierter nur knapp hinter seinem Teamkameraden. "Man puscht
sich gegenseitig", sagt er. "Da bin ich besser, da ist er besser." Es hat
schon etwas gebracht. Der 23-Jährige, der schon 14 Jahre im Rhönrad
turnt, war noch nie so stark.
Senkrechtstarter im Trio
ist jedoch Jannik Stühr. Der 16-Jährige holte sozusagen aus dem
Nichts zwei Mal WM-Silber in den Disziplinen Sprung und Spirale-Turnen
sowie Bronze im Mehrkampf. "Ich wollte einfach mehr", sagt der Youngster.
Sein großer Trainingsfleiß wurde belohnt. Der Schüler
sah als Neunjähriger eine Rhönrad-Vorführung. "Das fand
ich ganz spannend und da habe ich angefangen." Bei Christoph Clausen war
es die große Schwester, die ihn mitschleppte. Sie hat aufgehört,
aber ihn hat das Rhönrad-Fieber gepackt. (Anmerkung: Melanie turnt natürlich noch)
Auch Tim Seidel ließ
sich als Neunjähriger von einer Freundin mitschleppen. "Sie hat nur
zwei Mal mitgemacht, ich bin hängen geblieben."
Bericht: Flensburger Tageblatt
Stadtpräsident und Ehrengäste:
Christian Dewanger verfolgt, wie sich die erfolgreichen Rhönradturner
Tim Seidel, Jannik Stühr
und Christoph Clausen (v. li.) ins Goldene Buch der Stadt Flensburg eintragen.
Foto: Flensburger Tageblatt
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Mannschaft Siegerehrung
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